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Mangelnde Versorgung mit Sterilgütern in OP-Bereichen:
OP-Barometer 2011

(Frankfurt) An der Fachhochschule Frankfurt am Main (FH FFM) liegen erste Ergebnisse des OP-Barometers 2011 vor. Das OP-Barometer ist eine alle zwei Jahre durchgeführte Befragung zur Arbeitssituation der Pflegekräfte im Operations(OP)- und Anästhesie-Bereich an deutschen Krankenhäusern. Sie wurde 2008 von Prof. Thomas Busse, Direktor des Zentrums für Gesundheitswirtschaft und -recht (ZGWR) an der FH FFM ins Leben gerufen.
Mehr als 2.000 OP- und Anästhesiepflegekräfte aus ganz Deutschland haben sich am OPBarometer 2011 beteiligt, darunter rund 58 Prozent OP-Pflegekräfte, rund 29 Prozent Anästhesie-Pflegekräfte und rund 11 Prozent operationstechnische Assistent(inn)en.
Eine steigende Patientengefährdung in den letzten zwei Jahren bestätigen über 45 Prozent der Befragten und eine schlechte oder mittelmäßige Versorgung mit Sterilgütern sehen über 90 Prozent. „Dieser Wert ist alarmierend und birgt einen hohen Handlungsdruck, gerade im Hinblick auf die unzähligen Skandale mit verunreinigtem OP-Besteck im letzten Jahr”, erklärte Busse.

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Eckpunkte zur Pflegereform

Das Bundeskabinett hat am 16.11.2011 die Eckpunkte zur Umsetzung der Pflegereform beschlossen. Ein Schwerpunkt der Pflegereform ist es, Demenzerkrankten in der Pflege besser gerecht zu werden

Eckpunkte zur Umsetzung des Koalitionsvertrages für die Pflegereform
1. Handlungsbedarf
Die Altersstruktur unserer Gesellschaft verändert sich. Es gibt immer mehr ältere Menschen und immer mehr Hochbetagte. Damit steigt auch die Zahl der Pflegebedürftigen weiter an. Heute sind ca. 2,4 Millionen Menschen pflegebedürftig. In wenigen Jahrzehnten steigt die Zahl auf über 4 Millionen. 1,4 Millionen Menschen sind an Demenz erkrankt. Auch ihre Zahl wird deutlich
ansteigen. Gleichzeitig sinkt die Zahl der Erwerbsfähigen und damit auch das Potential zur Gewinnung der für die Versorgung
notwendigen Pflegekräfte. Hinsichtlich der Versorgungssituation Demenzkranker ist festzustellen, dass sich ihr spezieller Hilfebedarf, der sich auf Betreuung und Anleitung richtet, nicht adäquat in den Leistungen der Pflegeversicherung widerspiegelt. Um diese Probleme zu bewältigen, ist eine Reform unumgänglich.

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Versorgungs-Report 2012 – Schwerpunktthema: “Gesundheit im Alter”

Versorgungsreport 12Medizin und Pflege für eine alternde Gesellschaft

Die Lebenserwartung steigt. Und mit ihr die Zahl altersbedingter Krankheiten. So wird sich bis 2050 die Zahl der Demenzkranken
in Deutschland auf bis zu drei Millionen erhöhen. Dennoch wird der demografische Wandel die Finanzen der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) weit weniger belasten als vielfach angenommen.
Das geht aus dem Versorgungs-Report 2012 hervor. Danach steigen die Gesundheitsausgaben aufgrund des zunehmenden Anteils Älterer an der Bevölkerung bis 2050 um 19 Prozent (0,4 Prozent pro Jahr). Das Thema "Gesundheit im Alter" ist Schwerpunkt des neuen Versorgungs- Reports, den das Wissenschaftliche Institut der AOK herausgibt. Darin analysieren 42 Wissenschaftler unterschiedlicher Fachrichtungen die ambulante und stationäre Versorgung, die Arzneimitteltherapie,
Pflege, Prävention und Palliativmedizin unter dem Blickwinkel der alternden Gesellschaft. Tenor: Deutschland braucht keine andere Medizin für ältere Menschen, aber eine deutlich bessere geriatrische Qualifizierung der Gesundheitsberufe. Weitere Informationen
unter:
www.wido.de/meldungakt+M527313a408b. html

 

Bundeskabinett beschloss Bericht zur Pflegeversicherung

(Berlin) Am 20.12. 2011 hat das Kabinett den vom Bundesministerium für Gesundheit erstellten Bericht über die Entwicklung
der Pflegeversicherung und den Stand der pflegerischen Versorgung in der Bundesrepublik Deutschland beschlossen.
Die Bundesregierung hat gemäß § 10 Elftes Buch Sozialgesetzbuch (SGB XI) den Auftrag, ab dem Jahr 2011 im Abstand von
vier Jahren den gesetzlichen Körperschaften des Bundes einen Bericht über die Entwicklung der Pflegeversicherung und den Stand der pflegerischen Versorgung vorzulegen.
Entsprechend diesem Auftrag gibt der Bericht einen umfassenden Überblick über die Situation der Pflegeversicherung, insbesondere über die Zahl der Leistungsbezieher sowie die Auswirkungen der Pflegeversicherung auf die Pflegeinfrastruktur und andere Bereiche der pflegerischen Versorgung und Betreuung in den Jahren 2007 bis 2010. Der Bericht wird zeitnah dem Deutschen Bundestag zugeleitet und anschließend eingestellt unter:
www.bundesgesundheitsministerium.de/ pflegebericht.
Bundeskabinett beschloss Bericht zur Pflegeversicherung

Pflegeheim-Check-Up: Weisse Liste veröffentlicht Checkliste für die richtige Auswahl von Pflegeheimen

(Gütersloh/Berlin) Betroffene und Angehörige, die auf der Suche nach einem Pflegeheim sind, können ab sofort die Checkliste des Internet-Portals Weisse Liste nutzen, die am 05. Jan. 2012 präsentiert wurde. Durch eine interaktive Anwendung können sich Nutzer erstmals eine Fragenliste zusammenstellen, die auf individuelle Bedürfnisse zugeschnitten ist. Die Weisse Liste ist ein gemeinnütziges Projekt der Bertelsmann Stiftung und der Dachverbände der größten Patientenund Verbraucherorganisationen.
In der Weissen Liste können Nutzer aus bis zu 200 Fragen auswählen, die für sie bei der Pflegeheimauswahl von Bedeutung sind. Auch eigene Fragen können ergänzt werden. „Der Umzug in ein Pflegeheim ist für die Pflegebedürftigen und ihre Angehörigen
ein einschneidendes Ereignis. Darum ist es so bedeutend, die Entscheidung für eine Einrichtung bewusst zu treffen”, sagte Dr. Brigitte Mohn, Vorstandsmitglied der Bertelsmann Stiftung.

Recht auf Teilhabe: Ein Wegweiser zu allen wichtigen sozialen Leistungen für Menschen mit Behinderung

Recht auf TeilhabeDie im Sozialrecht normierten Teilhabeleistungen für Menschen mit Behinderung sind weit mehr als »Finanzielle Hilfen«. Hier hat in den letzten Jahren – zuletzt in der UN-Behindertenrechtskonvention manifestiert – ein grundsätzlicher Wandel der Sichtweise stattgefunden, der sich auch in der gesetzlichen Terminologie widerspiegelt: Erfüllt ein Mensch mit Behinderung die in einer Vorschrift normierten Voraussetzungen, dann ist er Leistungsberechtigter und hat auf die Leistung einen gesetzlichen Anspruch.
Zudem gehen Teilhabeleistungen weit über den finanziellen Aspekt hinaus. Daher stellt dieser Ratgeber nicht nur die in den Sozialgesetzbüchern verankerten Leistungsrechte dar, sondern geht auch auf die dem Begriff des Nachteilsausgleichs zusammengefassten Leistungen sowie auf die für Menschen mit geistiger Behinderung überaus wichtigen Fragen zur persönlichen Rechtsausübung ein.
Nähere Info: www.lebenshilfe.de

 

Informationslücke geschlossen

Wer sich mit der Überleitungspflege bzw. Pflegeüberleitung und Entlassungsmanagement befasst, stellt in der Fachliteratur schnell fest, dass sich die meisten Arbeiten damit befassen, die stationär eingeleiteten Therapien und Pflegemaßnahmen auch ambulant weiter zu führen. Ob und wie weit sich regional Arbeitsgruppen finden, die sich mit Krankenhäusern und Senioreneinrichtungen
auf einen gemeinsamen Pflegeüberleitungsbogen ambulanter Dienste zu stationären Einrichtungen verständigen, wäre einer eigenen Untersuchung wert. Doch auch diese sehr aufwändigen Dokumente sind unhandlicher Bestandteil des Dokumentationssystems. Sie eigenen sich sehr gut als Begleitpapier bei einem geplanten stationären Aufenthalt. In Notfallsituationen kann es jedoch vorkommen, dass dieses Dokument dem Patienten nicht mitgegeben wird. Die stationäre Einrichtung erfährt aktuell nicht, welche Besonderheiten der Pflege zu berücksichtigen sind. Am Wochenende kann die Übermittlung der erforderlichen Daten je nach Inhalt des Pflegevertrags bis zu drei Tage in Anspruch nehmen, z.B. weil der Pflegedienst in der Aufregung gar nicht über die stationäre Einweisung informiert wurde.

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Pflegereform – sofort und richtig!:
Gemeinsamer Appell von Paritätischem Wohlfahrtsverband, Deutschem Pflegeverband und Volkssolidarität

Scharfe Kritik an den pflegepolitischen Plänen des Bundesgesundheitsministers übten der Paritätische Wohlfahrtsverband, der Deutsche Pflegeverband und die Volkssolidarität heute in einem gemeinsamen Appell. Die angekündigten Verbesserungen seien absolut unzureichend. Eine umfassende Pflegereform mit Substanz dürfe nicht länger auf die lange Bank geschoben werden. Die Verbände fordern die Einführung eines neuen Pflegebedürftigkeitsbegriffs noch in dieser Legislaturperiode.
„Mit seinen Ankündigungen hat der Minister die Umsetzung des neuen Pflegebedürftigkeitsbegriffs auf den Sankt-Nimmerleinstag verschoben. Dass der Minister nicht einmal einen Zeitplan für eine echte Reform vorlegt, kommt einem pflegepolitischen Offenbarungseid gleich”, so Eberhard Jüttner, Vorsitzender des Paritätischen Gesamtverbandes. Die geplanten kleinen Verbesserungen im Detail würden nach Ansicht des Experten die praktische Umsetzung des durch den Beirat zur Überprüfung des Pflegebedürftigkeitsbegriffs bereits 2009 vorgelegten Konzeptes für eine umfassende Pflegereform sogar noch erschweren. Ähnlich äußert sich der Geschäftsführer des Deutschen Pflegeverbandes: Rolf Höfert wirft Bundesminister Bahr vor, mit seinem Vorstoß lediglich „eine medienwirksame Ablenkung von seiner schlafenden Baustelle Pflegereform“ zu bezwecken und fordert die Bundeskanzlerin auf, zu intervenieren.
In dem gemeinsamen Appell „Pflegereform – sofort und richtig!“ fordern die Verbände neben der sofortigen Umsetzung des neuen Pflegebedürftigkeitsbegriffs eine wirksame Unterstützung pflegender Angehöriger durch einklagbare Rechtsgarantien, eine Neugestaltung der Pflegeausbildung sowie Reformen bei der Pflegefinanzierung. „Eine bessere Pflege erfordert mehr finanzielle Aufwendungen und den Ausbau der Pflegeinfrastruktur. Das muss solidarisch erfolgen und nicht durch eine Privatisierung des Pflegerisikos“, so Prof. Dr. Gunnar Winkler, Präsident der Volkssolidarität.

Lesen Sie den vollstänmdigen Appell .


 

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